"Zeiten der Hoffnung"

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"Zeiten der Hoffnung"

Beitrag  Crossi am 21.12.09 9:28

Es war nicht die beste Unterkunft in der Tricia untergekommen war. Es roch hier stark nach alt und vermodderung. Dennoch war sie froh nicht mehr draußen zu schlafen, es hatte sie immer Überwindung gekostet auf einen der Bänke zu schlafen, vorallem weil immer die Angst bestand, dass dieser Parker zurück kam. Wahrscheinlich jedoch hatte sie Glück gehabt, sonst hätte er sie nicht hier abgesetzt. Warum hatte er das gemacht? Hätte er sie nicht umbringen müssen, weil es ihr Vater so wollte? Das einzige was sie immer wieder an Parker erinnerte war, die Alpträume die er verursacht hatte. Dieser Raum in dem sie lag und er immer wieder zu ihr gekommen war. Wahrscheinlich hatte es Mercedes jedoch schlimmer erwischt als sie. Tricia vermisste sie und machte sich sorgen, ebenso aber vermisste sie Bad, Jake und Elijah. Vielleicht auch die anderen aus der Crew, aber mit denen hatte sie wirklich viel verkehrt.
Der Tellerwäscherjob, den Trish zurzeit hatte brachte nichtviel Geld ein und schaffte es grade die Miete zu decken und einwenig essen zu kaufen. Die meiste Zeit hungerte sie jedoch. Hätte sie Zeit, würde sie noch anderwertig Jobben, aber sie musste den ganzen Dray in dieser dreckigen Küche putzen und Tellerabwaschen.
Trish richtete ihre Augen auf einen kleinen Schatten der sich durch den Raum bewegte, sie beobachtete ihn und murmelte leise: "Scheiß Ratten... ." Ein tiefes seufzen packte sie und sie versank erneut in trauer. Sie erreichte nicht ihren Vater oder die Blackrose. Keines der Schiffe hier wollte sie für so wenig Geld was sie bot mitnehmen, auch nicht auf Garantie, dass sie es nachbezahlen würde. Tricia schaute auf ihren Bauch runter und sie beschlich die Angst ihr Kind ohne Bad auf die Welt bringen zu müssen. Würde er irgendwann sie finden? Oder wäre dies irgendwann in Yaru? Sie musste sich umbedingt weiterhin nach einem guten Job umsehen und wenn sie Söldnerjobs annehmen musste. Die brachten mehr als diese billigen Tellerwäscherjobs.
Tricia legte sich in das knarrende Bett zurück und zog die Beine an den Körper. Sie zog die dünne decke über sich und starrte an die vergilbte Wand. Vielleicht musste sie auch hier jemanden finden, der ihr mit dem Kind half und mehr Geld verdiente als sie. Auch wenn sie wusste, dass sie diese Person anlügen musste, damit sie dennoch aber um die Runden kam wäre es vom Vorteil. Sie konnte in diesem Haus, in dieser Wohnung schlecht ein Kind aufziehen. Aber sie sollte Positiv denken, die anderen kamen sicher bald.

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Re: "Zeiten der Hoffnung"

Beitrag  Crossi am 22.12.09 0:19

Tricia's 'neuer' Chef brüllte sie von hinten her an. Mit seinem Gesicht befand er sich ziemlich dicht an ihrem Ohr und sie hatte das Gefühl demnächst taub zu werden.
"Wie oft soll ich Dir noch sagen, dass das Geschirr ordentlich abgeputzt werden soll?! Und du die Toiletten sauber machen solltst!?", schrie er aus vollem Halse. "Warum bezahle ich Dich eigentlich wenn du nichts auf die Rheie bekommst?!"
Tricia schrubbte weiter lustlos die Pfanne und schaute schweigend, starr runter.
"Antworte mir!?", schrie er nun und riss Trish rum, er packte sie an den Schultern und schüttelte sie leicht.
Tricia zuckte heftig zusammen, drückt sich mit aufgerissenden Augen zurück an den Schrank und atmete schneller. Mit einmal packte sie Angst und sie hatte das Gefühl einengt zu werden.
Ihr Chef schaute in ihr Gesicht und musterte sie einen Moment, er hob seine Augenbraue, weil er diesen Blick von ihr die letzten Tage nicht gekannt hatte.
"Was ist nun?", sagte er einwenig lauter nur noch.
"Ich weiß es nicht... ", antwortete Trish mit leicht bebender Stimme.
Ihr Chef ließ sie los und schüttelte den Kopf: "Mein Gott.. streng dich an sonst bist du hier raus oder schiebst sonderschichten."
Er verschwand und ließ Trish alleine. Tricia zitterte und stützte sich aufs Spülbecken, überrascht über ihrer eigene Reaktion eben.
"Komm runter Tric... ", murmelte zu sich und schloss einen Moment die Augen.

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Re: "Zeiten der Hoffnung"

Beitrag  Crossi am 22.12.09 15:26

Die Zeit hier verging schnell und immer wieder hatte sie das Gefühl als würde je länger sie hier sein, die Wahrscheinlichkeit sinken, dass sie von den anderen gefunden wurde. Ihr Chef hatte jeden Dray etwas an ihr auszusetzen und schüchterte sie damit immer wieder gerne ein. Zumindestens tat Tricia so als würde sie sich einschüchtern lassen. Sie wollte hier einfach ihren 'beschissenen' Job weiter machen um Geld zu bekommen für die Miete und für Essen. Sie fühlte sich letzter Zeit einsamer den je und sie wusste nicht ob sie hier wirklich lange aushalten würde. Zumal die Gegend in der sie arbeitete ziemlich gefährlich war. Letzte mal gab es im Restaurant eine Auseinadersetzung, dass sie es bis in die Küche gehört hatte. Eingreifen wollte sie, aber nicht dadurch, dass sie wusste was das letzte mal passiert war. Sie wollte das Leben ihres Kindes nicht auf Spiel setzen. Trish betrachtete ihre Hände, sie waren von dem Waschmittel rau geworden und trocken. Sie seufzte leise, selbst im Maschineraum war ihr sowas noch nie passiert. Danach ging ihr Blick in die Ferne und sie betrachtete traurig ein paar Vögel. Tränen rannen ihr wiedermal das Gesicht entlang. "Lass dich nicht unterkriegen", murmelte sie zu sich selbst und schloss die Augen.

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